Finalisten des Kupfer-Awards stehen fest
Projekte aus Finnland, Spanien, Italien, Großbritannien, Deutschland und Luxemburg wurden in die Endausscheidung um den 15. Europäischen Kupfer-Award des Europäischen Kupferinstituts aufgenommen. Die Auswahl 2011 wurde von renommierten internationalen Architekten und Fachleuten getroffen.
Mit 66 Einreichungen konnten die Teilnehmerzahlen dieses Jahr um 40 Prozent gesteigert werden. Die Beiträge zeigen auf eindrucksvolle Weise Beispiele der besten Europäischen Gegenwartsarchitektur und unterstreichen den wachsenden Einfluss von Kupferwerkstoffen im modernen Design. Alle Award-Aspiranten sind übrigens auf der neu konzipierten Kupfer-Architekturseite www.copperconcept.org zu sehen.
Die Objekte 2011 spiegeln eine außergewöhnliche Vielfalt qualitativ hochwertiger Gebäude wieder – viele davon sind in der Fachwelt noch völlig unbekannt und wurden bislang noch niemals veröffentlicht. Die sieben Finalisten demonstrieren zudem die bedeutende Rolle von Kupferwerkstoffen als inspirierende, aber auch ökologisch relevante Werkstoffe in der Architektur.
Im spanischen Navarra bilden das Rathaus, die Polizei und das Kulturzentrum ein neues Herz des sozialen, kulturellen und politischen Lebens von Berriozar. Garcia Rodriguez Alcoba's Design ist angelegt als eine einzige offene Form, die Freiflächen und Räume aus sich selbst heraus definiert. Einen völlig anderen Ansatz vertreten Avanto Arkkitehdit mit ihrer Kapelle St. Lawrence, in Vantaa, Finnland. Es basiert auf dem Konzept des christlichen Weges vom Jetzt in die Ewigkeit. Das Projekt versucht, die emotionalen Bedürfnisse der Trauernden mit den pragmatischen Erfordernissen einer Bestattung zu verbinden.
Objekte überzeugen durch individuelle Kupfer-Lösungen
Ein neues Feuerwehr, eine Ambulanz und ein alpines Reha-Zentrum vereinen im italienischen Südtirol unterschiedliche Funktionalitäten in einer herausfordernden Umgebung. Die österreichischen Architekten „AllesWirdGut" haben hier eine kupferne Ästhetik entwickelt, die den alpinen Charakter reflektiert ohne die geographische Lage damit zu überfordern. In einer anderen dominierenden Landschaft haben Kielder Water im Norden England ihr Objekt errichtet: Freya's Cabin ist eine mit goldfarbener Kupferlegierung verkleideter Unterstand an einem See.
In Seeheim, Deutschland, haben die Architekten Fritsch und Schlüter auf einer herausragenden Location auf einen Hügel mit Blick auf den Rhein ein Architektenhaus erstellt, das die traditionellen Giebelformen in ein monolithisches Gebäude übertragen, dessen Öffnungen aus dieser Gestaltung aufnimmt.
Die Balance zwischen Landschaft und Gebäude wurde in der Villa Vauban – Musée d'Art de la Ville de Luxembourg - ebenso beeindruckend erreicht. Die umfangreiche Renovierung und Anbauten von Philippe Schmit Architekten haben die Museumsfläche entscheidend vergrößert ohne die historischen Elemente des Objektes zu vernachlässigen.
Einem relativ unspektakulären 1960er Jahre-Gebäudeblock im Herzen Londons haben die Architekten Make eine vollkommen neue Identität gegeben, indem sie ausführlich mit Messingfassaden und außergewöhnlichen Balkonen gearbeitet haben.
Die diesjährige Jury besteht aus vier Architekten – alle Preisträger früherer Awards: Einar Jarmund, Patrick Genard, Pia Salin and Keith Williams. Weiter Informationen über den Kupfer-Award, Bilder der finalen Beiträge sowie alle 66 Einreichungen sind unter www.copperconcept.org/awards zu finden. Die Finalisten werden ihre Projekte am 27. September 2011 bei der diesjährigen Awardvergabe in Brüssel präsentieren; dann wird die Jury auch den Gewinner verkünden.

